Dienstag, 14. Dezember 2010

Bau update 03

Nun ist es endlich soweit: Der erste Teil des Daches ist ab. Allerdings wurde er erst gestern, am Montag (13.12.2010) abgenommen. Letzte Woche hatte es täglich geregnet, und die ganze Zeit über hatten wir eine Wolkendecke über CHISOMO, die keine Hoffnung auf „Besserung“ zuließ. So mussten wir den Plan umstellen und erst einmal genügend Regen für die Felder in Empfang nehmen. Denn dafür war er ja nötig!


Aber am Montagmorgen hat uns ein stahlender Sonnenschein geweckt, und so ging es ans Werk:




Heute nun sind die beiden Mauerer damit beschäftigt, die Seiten um vier Reihen Zementblocks hoch zu mauern, damit morgen hoffentlich auch noch im Trockenen die neuen Dachbalken eingezogen werden können.




Übrigens sind diese Kollegen dieser Tage auch wieder hier:


Die ersten 1000 Blocks sind schon ausgegangen, deshalb wurden die beiden „Presser“ noch einmal angestellt, um weitere 700 Blocks herzustellen.

Es ist schön, dass nun die Sonne sichtbar ist und der Himmel wieder einmal blau ist. Betet dafür, dass das Dach möglichst Donnerstag wieder drauf kommt! Und, dass es so lange trocken bleibt. Die Felder hätten bis dahin genügend Feuchtigkeit!


Danke für eure Mithilfe!

Liebe Grüße,

Daniel.

Montag, 6. Dezember 2010

Bau update 02

Die Studenten sind daheim, und somit ist es wesentlich ruhiger in CHISOMO. Und geregnet hat es auch schon ein paar Mal seit letzter Woche, d. h. dass die Saat aufgegangen ist. Dazu nächste Woche mehr!


Heute soll es wieder mal ums Bauen gehen, denn auch da hat sich enorm was getan seit dem letzten Eintrag diesbezüglich:



Nachdem die Bodenplatte gegossen war, ging es an die Mauern. Dies war der Stand vom 26. November.



Am 29. November wurden schon die Fensterrahmen ummauert.



Und gestern, am 6. Dezember, stand der Giebel und alle anderen Außenmauern der Zimmervergrößerung.


Morgen, am Mittwoch, soll dann der erste Teil des Daches abgehoben werden, damit die Mauern um vier Reihen Zementblocks erhöht werden können. Das wird eine kitzlige Sache werden, denn zurzeit sieht es täglich nach Regen aus. Wenn das Dach weg ist, wird es bestimmt drei bis vier Tage gehen, bis das neue wieder drauf ist.


Danke, wenn ihr da mit betet, das es nicht zu stark rein regnet!


Nun noch zwei Bilder aus dem Maureralltag in Malawi:



Das ist unser „Betonmischer“, er heißt Eric.



Hier arbeitet er als "Steinsäge", mit einem Buschmesser – in gekonnter Schlagtechnik!


Liebe Grüße,

Daniel.

Montag, 29. November 2010

Saat und Ernte (1)

Endlich hat es geregnet! Regen ist dieser Tage das Ereignis schlechthin, auf das alle warten und über das alle reden. Insgesamt regnete es zwar schon drei oder vier Mal, aber leider bisher immer nur ganz wenig – zu wenig, um auszusäen.

Aber letzten Donnerstag dann haben wir es dann doch gewagt, hier auf CHISOMO zu säen. Zuerst die Schulfelder, dann alle kleinen Felder der Studenten. Der Regen am Abend davor war eigentlich noch nicht ausreichend, und so war es ein Säen auf Hoffnung.


(die Männer gehen mit den Hacken voraus und machen die Löcher)



(die Frauen kommen mit der Saat hinterher, säen und schließen die Löcher wieder)

In der Erde sind nun Erdnuss-, Mais- und Bohnensamen. Nun muss es nur noch weiter regnen – was es bisher nicht mehr hat! Betet doch bitte mit, dass bald wieder genügend Regen kommt und Gott sein Versprechen aus Genesis 8, Vers 22: „So lange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“



(zweimal Mais + eine Bohne)

Wir mussten auch deshalb schon säen, weil wir mittlerweile in der letzten Woche unseres ersten Trimesters angekommen sind und die Studenten am kommenden Samstag in die Ferien gehen. Diesbezüglich sind wir schon gespannt, was von der Saat des Wortes Gottes in ihren Herzen schon gekeimt ist und in den Ferien Früchte bringen wird, wenn sie Gelerntes an ihre Gemeinden weitergeben werden. Auch da gilt ja Gottes Versprechen! Sein Wort kommt nicht leer zurück! (Jesaja 55, Verse 10+11). Was sie wohl Anfang Januar zu berichten wissen werden – und wie sie die aufgegangene Saat auf CHISOMO antreffen werden?

Liebe Grüße,

Daniel.

Dienstag, 23. November 2010

Detlef, der Bäckergehilfe

Hinter uns liegt ein Wochenende der besonderen Art. Wir bekamen wieder einmal hohen Besuch, dieses Mal sozusagen den höchsten! Der Direktor der Liebenzeller Mission (LM), Detlef Krause kam in Begleitung von Klaus Ehrenfeuchter, Leiter des Fachbereiches Gemeinschafts-/Gemeindearbeit im Liebenzeller Gemeinschaftsverband.


Während am Donnerstag u. Freitag der Besuch und das Kennenlernen unserer Missionsstation, seiner Mitarbeiter, der Studenten und uns Missionaren im Vordergrund stand, ging es am Samstag beim Treffen des gesamten Missionarsteams von Malawi in CHISOMO um geistliche Erbauung. Wir freuten uns an der Bibelarbeit von Detlef und aktuellen Infos von Deutschland und der LM.



Unser Freund und Küchenhelfer Flanki staunte nicht schlecht, als er plötzlich den Missionsdirektor am Herd stehen sah; und noch mehr, als Detlef sich dann als Bäckergehilfe nützlich machte, um die Teigtaschen (Pita) für das Mittagessen fürs ganze Team in unserem Holzbackofen zu backen. So etwas gäbe es hier in der malawischen Kultur nicht!



Wieder einmal wurde uns bewusst, dass unsere „Chefs“ auch Brüder und Freunde sind, die sich nicht auf ein Podest stellen, sondern dienen, zuhören, mithelfen.


Wir sind wirklich stolz, „Liebenzeller“ zu sein! Gemeinsam wollen wir Jesu Beispiel folgen, der sagte: „Ich bin nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und mein Leben zu geben als Lösegeld für viele!“ (die Bibel, Markus 10,45). Danke für euer Beispiel, Detlef und Efeu!


Liebe Grüße,

Daniel.

Dienstag, 16. November 2010

Bau update 01

Es geht voran! In den nächsten Tagen kann schon die Betonplatte gegossen werden, nachdem der Maurer das Fundament gegraben und ausgemauert hat und die Schreiner gerade dabei sind, die Einschalung zu zimmern. Diese Leute leisten super gute Arbeit, da macht es echt Spaß, zuzusehen!


links die beiden Maurer, rechts die zwei Schreinerlehrer von CHISOMO.


Montag, 8. November 2010

So geboren!

Neulich kommt eine junge Frau schön gekleidet und mit einem Neugeborenen auf dem Rücken an unsere Tür. Begleitet ist sie von ihrem Bruder, der nach Malawischer Tradition anstelle des Vaters für die Beiden verantwortlich ist. Bisher haben wir solche Besucher meist an unsere Kollegin Margit verwiesen, denn sie hatte ein entsprechendes kleines Hilfsprojekt für unterernährte oder verwaiste Neugeborene. Die Klage der Frau ist aber nicht etwa, dass sie ein Waisenkind versorgen müsste, denn es ist ja ihr eigenes Kind. Ihr Problem ist, dass sie keine Milch hat und das Kind nicht stillen kann. Sie sei so geboren worden, dass das eben bei ihr nicht funktioniere. Ihr erstes Kind ist letztes Jahr gestorben. Deshalb kommt sie nun her und hofft, dass sie von uns Milchpulver bekommen würde.

Eine Seltenheit sind solche Fälle nicht – schon zu oft hat Rita junge Mütter erlebt, die Milchpulver der eigenen Muttermilch vorziehen würden. So nimmt sie sich Zeit für die Frau, während ich zur Morgenandacht gehe. Als die Andacht nach 30 Minuten zu Ende ist, treffe ich Rita an, wie sie sich gerade von der Frau verabschiedet. Mit vielen guten Ratschlägen von Mutter zu Mutter und ein paar Vitamintabletten gehen die jungen Leute wieder nach Hause. Für uns bleibt das Hoffen, dass es für das kleine Baby noch nicht zu spät ist.


10 Tage später kommen die drei wieder zu uns. Die Frau strahlt übers ganze Gesicht (nur beim Fotografieren nicht, denn das macht man fürs Foto nicht!).



„Es hat geklappt! Du hattest Recht! Jetzt kommt tatsächlich Milch und dem Baby geht es gut!“ Wir freuen uns sehr für die junge Frau, die nun so viel Freude und Selbstbewusstsein bekommen hat. Sie hat also doch keinen Geburtsfehler! Und noch mehr freuen wir uns für das Baby. Es kann nun die beste Nahrung bekommen, die es für es gibt und sich von dem bereits verabreichten, unverdaulichen Getreidebrei erholen.



Liebe Grüße,

Daniel.

Dienstag, 2. November 2010

Ndiwo ...

… bezeichnet in Chichewa alles, was man zu Reis oder Maisbrei isst: Gemüse, Kraut, Blattgemüse, Eier, Fisch, Fleisch oder Geflügel. Letzteres produzieren wir hier in CHISOMO selbst, denn Freitag ist Fleischtag! Das heißt, es gibt entweder Ziegenfleisch vom nahegelegenen Markt oder eben unser eigenes Geflügel. Das hat sich gerade frisch vermehrt:


Für uns und die Kinder ist es immer wieder ein schöner Anblick, die kleinen süßen Entchen auf dem Wasser schwimmen zu sehen. Für die Studenten aber heißt das Vorfreude, denn in einigen Monaten werden diese süßen Entchen zwar nicht mehr so süß, aber vor allem ziemlich lecker sein! So freut sich eben jeder auf seine Weise J



Das gute ist, es sitzen noch zwei weitere Enten auf Eiern: eine auf sieben, die andere auf sechs. Für Nachschub ist also gesorgt und die Freude geht weiter, sowohl für die Augen und das Herz als auch für den Magen!



Liebe Grüße,

Daniel.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Bauarbeitsvorbereitungen

Seit einigen Tagen haben die neuesten Bauarbeiten auf CHISOMO begonnen. Nachdem nun unserer liebe Kollegin Margit Schwemmle unsere Station in Richtung Deutschland verlassen hat, kann ihr Haus umgebaut werden, damit es für seine neuen, zukünftigen Bewohner besser zugeschnitten ist, da diese zu zweit sein werden. Dazu brauchen wir Beton-Bausteine für die neuen Mauern, die vor Ort selbst hergestellt werden. D.h. nicht von uns selbst, aber von zwei Arbeitern, die wir für diesen Zweck angeworben haben. Ein paar Bilder sollen euch heute einen kleinen Einblick in diese Bauvorbereitungen geben.

Das „Baulager“, im Hintergrund das Haus, das renoviert werden soll:



Die Steine werden aus einem Sand-Zement-Gemisch gepresst:



Nun braucht es viel Kraft zum Pressen:



Der fertig gepresste Stein wird „automatisch“ ausgeworfen:



Und hier wird er zum Trocknen abgelegt, abgedeckt und immer wieder mit Wasser übergossen für ca. 1 Woche, damit er langsam durchtrocknet und nicht bricht:



Es ist äußerst interessant, was man alles selbst herstellen kann, wenn man weiß wie! Wir werden euch immer wieder über den weiteren Verlauf der Bauarbeiten informieren.

Daniel.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Im Eimer!

Der Aaron ist im Eimer – ganz nach Malawischer Art. Denn wenn man in Malawi im Dorf ein Bad nehmen will, dann bekommt man einen Eimer und wenn’s gut geht noch einen Becher dazu. Das ist dann eine afrikanische Dusche, wenn man sich damit in das „bafa“, bestehend aus einem rechteckigen Zaun aus Gras, verzieht.

Hier bei uns auf CHISOMO, besonders in unseren Missionarshäusern, haben wir aber schon „normale“ Duschen, abgesehen vom Wasserdruck.

Unser Aaron aber mag die Dusche noch nicht. Neulich hatten wir das probiert, zusammen mit Papa. Bisher hatte ihn Rita immer im Waschbecken gebadet, oder auch mal in einem größeren Zuber. Aber alle diese Badearten bekamen ihm irgendwie nicht. Das Ergebnis war nur Quengeln und Heulen. Bis er gestern im Eimer war:



Das hat ihm gefallen! Er wollte gar nicht mehr raus. Es gibt ja Hebammen und Säuglingspflege-Beraterinnen, die auf diese Art von Baden für Kleinkinder schwören. Sie haben offensichtlich recht.

Erstaunlich, wie wohl sich so ein Kind im Eimer fühlt, zusammengedrückt wie im Mutterleib. Das ist wohl das Geheimnis!


Denn ganz klein ist der Kleine ja auch nicht mehr, ist ja immerhin schon fast vier Monate alt. In voller Größe gesehen glaubt man kaum, dass er tatsächlich in dem kleinen Eimer Platz hatte.


Viel Spaß beim Nachmachen, vielleicht in einer Regentonne!


Liebe Grüße,

Daniel.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Neue Maschine für CHISOMO

Endlich ist sie da: unsere neue Hobelmaschine für die Schreinerwerkstatt. Die zwei alten Maschinen haben nach 17, bzw. 10 Jahren Dienst und vielen Riemenwechsel usw. nun wirklich ausgedient. Die jüngere wird nun nur noch als Ersatz- und Ausweichmaschine, sozusagen als backup da bleiben, die erste als Ersatzteillager für jene. Da die alten „nur“ Heimwerker-Maschinen waren, haben wir nun eine etwas größere, also eine kleine Werkstattmaschine beantragt. Und „Liebenzell“ hat sie genehmigt, dank vielen treuen Spendern, die den Kauf in D. möglich gemacht haben. Und der Einkauf-Olli hat sie auch gleich für uns besorgt. (Vielen Dank Olli!!) Über die Sommermonate war die Maschine dann unterwegs über Durban, Südafrika nach Blantyre in Malawi. Dort hat Margit sie auf ihrer letzten Stadtfahrt abgeholt, und so kam die Maschine fast pünktlich zum neuen Schuljahr hier an.



Das Ausladen war eine etwas schwierigere Aufgabe, denn eingeladen wurde die Maschine bei der Spedition mit dem Gabelstapler. Da wir so etwas auf CHISOMO aber noch nicht besitzen, musste Manneskraft ausreichen. Nun, 280 kg in gebückter Haltung im Stehen aus dem Auto zu hieven, ist nicht so ganz leicht. Aber es hat geklappt!



Nun ist sie an ihrem Platz aufgestellt und kann genutzt werden. Sie ist natürlich viel stärker als die alten, wesentlich kleineren Tischmaschinen. Mann kann sehen, dass das Arbeiten unseren Schreinern nun noch mehr Freude bereitet.



Vielen Dank euch allen, die ihr an die Liebenzeller Mission spendet! Das Geld kommt an – nicht nur bei uns! Gott segne euch reichlich für euer Interesse und euer Anteilnehmen an unserer Arbeit!


Liebe Grüße,

Daniel.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Team-Wochenende

Letzten Freitag bis Sonntag waren wir mit unserem gesamten Missionarsteam am See in zwei Gästehäusern, um uns von unserer langjährigen Kollegin Margit zu verabschieden. Diese Idee hatte ein anderer Missionar, und so verbrachten wir einige schöne Stunden zusammen bei gutem Essen, Baden, Gemeinschaft und guten Bibelarbeiten eines äußerst fähigen malawischen Pastors. Er heißt Francis Mkandawire und ist der „General Secretary“ der Malawischen Evangelischen Allianz – also der malawische Hartmut Steeb, wem das was sagt.
Francis hat uns auf geniale Art und Weise, auf malawische eben, Jesu Größe, Herrlichkeit und Einzigartigkeit vor Augen gemalt und uns ganz neu für unsere verschiedenen Aufgaben motiviert, in denen wir den Malawischen Christen und Nichtchristen dienen. Genial, solch eine Begeisterung für Jesus und Hingabe an ihn zu erleben!


Hier seht ihr unser Team plus ein zusätzliches Ehepaar, das zu Besuch war (hinter Rita, links)

Liebe Grüße
Daniel.

Mittwoch, 29. September 2010

Auftakt-Gottesdienst

Vergangenen Sonntag hatten wir unseren ersten monatlichen CHISOMO-Gottesdienst. Es ist immer wieder spannend, wie jede neue Gruppe sich einbringt mit den Gaben der einzelnen Studenten und Studentinnen. Da gibt es klassische Beiträge wie den Chor des Frauenkreises, der je nach Gruppenstärke kräftiger oder kläglicher ausfällt. Dieses Jahr scheint es auch wieder einen schönen Studentenchor zu geben, und drei Studenten glänzten (oder wollten es) durch persönliche Beiträge: ein Liedvortrag eines einzelnen, eine Art Gedicht und einer hat doch tatsächlich das ganze erste Kapitel des Jakobusbriefes aus dem NT vorgetragen – auswendig! Krasse Leistung, denn er hatte nur zwei oder drei kleine Fehler.


Bei der Predigt versuchte ich die Gnade (Chichewa: CHISOMO) Gottes groß zu machen. Es ist ein allgemein verbreiteter Irrtum in (wahrscheinlich den meisten) malawischen Kirchen, dass jemand, der sündigt, nicht ein Kind Gottes sein kann. Aber wer ist dann ein Kind Gottes? Nur der, der aus der Gnade lebt und täglich die Vergebung in Anspruch nimmt! Oder anders ausgedrückt: wer „in der Heiligung“ lebt. Dass Christsein heißt, als vor Gott durch Jesus in Gnade gerechtfertigter Mensch im Alltag zu leben ist etwas, was vielen Studenten noch niemand gesagt hat.


Wir Missionare wünschen uns sehr, dass durch das Lernen und Leben auf CHISOMO unsere Studenten erkennen und einüben können, aus Gottes Gnade zu leben und das Wunder der Heiligung für sich in Anspruch zu nehmen.



Danke, dass ihr uns dabei durch eure Gebete helft.


Hier seht ihr die fast komplette Studentengruppe (einer fehlt):


Liebe Grüße

Daniel.

Donnerstag, 23. September 2010

Endlich – ein neuer Rundbrief von Mattmüllers in Malawi

Jetzt hat es wieder einmal sehr lange gedauert, bis endlich ein neuer Rundbrief da ist. Wer ihn hier sieht, aber noch nicht über den Verteiler bekommen hat, der kann ihn sich auf unserer homepage herunterladen (www.matschi-online.de).



Und am besten auch gleich für das nächste Mal bestellen! Das geht am einfachsten, indem man einfach eine leere Email an folgende Adresse schreibt: Matschi-News-subscribe@yahoogroups.de.



Allen Blog- und Rundbrieflesern ein herzliches Dankeschön für euer Interesse an uns und eure Unterstützung unserer Arbeit! Gott segne euch!!



Liebe Grüße


Daniel.

Donnerstag, 16. September 2010

Gäste ...

… sind bei uns immer gern gesehen und willkommen, allerdings nicht alle. Vor ein paar Tagen wollte doch tatsächlich diese dumme Henne unser Gästeklo benutzen, oder irgendwo ein Ei hinlegen. Unter viel Gegacker haben wir sie wieder hinaus geschickt – mehr oder weniger geschickt.


Allerdings sind grad zwei wirkliche Gäste für ein paar Tage bei uns: Christine und Elisa aus Stetten (bei Schwaigern), „alte“ Bekannte aus der Zeit beim SWD-EC im Kreisverband Heilbronn. Sie sind auf der Durchreise von Südafrika her „kurz vorbeigekommen“. So was ist immer schön: sich an vergangene Zeiten erinnern, Beziehungen stärken und auffrischen, lecker zusammen essen, …



Es ist immer wieder eine Freude für uns zu sehen, wie viele nette Freunde (nicht nur aus dem EC) über all die vergangenen Jahre den Kontakt zu uns gehalten haben und uns in verschiedener Weise bei unserer Arbeit hier in Malawi unterstützen.

Vielen Dank euch allen!! Gott selbst, unser Chef, vergelte es euch reichlich!


Liebe Grüße


Daniel.

Dienstag, 7. September 2010

14 Studenten angekommen!

Nun geht es wieder los: ein neues Schuljahr in CHISOMO. Dieses mal aber für Malawier: Gemeindeleiter und –Mitarbeiter unserer Partnerkirche, der „Evangelical Baptist Church of Malawi“.

Am Montag fuhren wir mit zwei Autos nach Liwonde, wo die Zentrale der Kirche ist. Dorthin wurden alle eingeladenen Kandidaten bestellt, damit sie von dort gemeinsam mit uns nach CHISOMO fahren können. Und dieses Jahr kam es seit langem wieder einmal vor, dass wir nicht genügend Platz für alle in unseren Wagen hatten und somit drei mit dem Minibus (= öffentliches Verkehrsmittel) fahren mussten.


(Bereits angekommene Studenten warten auf ihre „Kollegen“ und das Mittagessen)

Das ist genial: Nun sind schon 14 Studenten hier, vier bereits mit Familie. In den letzten zwei Jahren hatten wir relativ schwache Jahrgänge, sodass wir uns nun sehr über die bisher angekommenen freuen. Ein oder zwei Kandidaten sind noch „unterwegs“, d.h. sie können noch während der Woche hier eintreffen. Und im Januar wird noch ein weiterer Student dazu stoßen, der letztes Jahr seine Ausbildung nach dem ersten Trimester unterbrechen musste.


Gestern ging es nach einer ausführlichen Einführung gleich richtig zur Sache: Feldarbeit. Das ist so organisiert, damit zum einen die Schulfelder rechtzeitig vorbereitet sind, aber zum anderen sich auch die Gruppe schnell findet, denn Ende der ersten Woche soll der Klassensprecher gewählt werden. Bei Staub, Arbeit und viel Tratschen ist ein gutes Kennenlernen gewährleistet und die verschiedenen Charaktere werden gut sichtbar.

Danke für eure Gebete für „unsere Jungs“, für ihr gutes Einleben und einen guten Start des Unterrichts ab kommenden Montag.

Liebe Grüße
Daniel.

Mittwoch, 25. August 2010

Neues "Enkelkind"

Mit unserem süßen Aaron hat unsere Ersatz-Oma nun eine leichtere Last zu tragen (vgl. Blog-Eintrag vom 7. April 2010). Sie hat ein neues „Ersatz-Enkelkind“ bekommen. Dieses trägt sie nun auch wieder sehr gerne auf malawische Art mit sich herum, noch viel lieber wie die anderen vorher.


Alle hier sind wahnsinnig glücklich darüber, dass die drei Schwestern nun endlich ihren lang ersehnten (von wem denn??) Bruder bekommen haben. Mädchen einer Familie in Malawi sind tatsächlich in mancher Hinsicht aufgeschmissen in ihrem Erwachsenenleben, wenn sie keinen Bruder haben. Denn der wird nämlich später für die Kinder seiner Schwestern wichtiger sein als deren eigener Vater. Schulbildung, Berufswahl, Heiratspläne, und alles andere wichtige wird mit dem Onkel besprochen und von diesem gefördert, bzw. bewilligt. Deshalb freuen sich unsere malawischen Freude, Kollegen und Nachbarn wirklich noch mehr als wir über unseren Stammhalter. Komisch, aber wahr.

Übrigens wurde das neue „Ersatz-Enkelkind“ auch schon (fast täglich) zum Pastor ernannt (weil sein Vater einer ist), und sogar zum „Ehren-Bürgermeister für Deutschland“ wurde er von unserem Oberbürgermeister (Group Village Headman) ernannt. Was da wohl noch so alles kommt?! Wahnsinn – wenn man in Afrika einen Sohn bekommmt!

Liebe Grüße (aus Lilongwe, beim Abholen von Familie Volz aus dem Kurz-Heimataufenthalt)

Daniel.

Mittwoch, 18. August 2010

Endlich wieder Schule!

Das gibt es halt nur bei Grundschülern, dass sie nach den Ferien gerne wieder in die Schule gehen. Anna konnte es kaum erwarten, bis es am Dienstag endlich wieder los ging.


Die neue Lehrerin für das Schuljahr 2010/11 heißt Annemarie Mang, eine freiwillige Kurzzeitlerin aus Reutlingen, die zusammen mit uns am 7. August hier ankam. Wir reisten gemeinsam, und so konnte sie uns bereits beim Fliegen schon eine Hilfe sein.

Sie unterrichtet Anna mit dem Material der Deutschen Fernschule in der dritten Klasse und Kathi darf daneben sitzen und Vorschulmaterialien durcharbeiten. Beide , bzw. alle drei, hatten schon viel Spaß im neuen Schulzimmer. Es ist das „Office“, ein Raum im Verwaltungsgebäude von CHISOMO, das sonst nur für Mitarbeiterbesprechungen und-gebetstreffen und als Lager für die Schulmaterialien genutzt wird.

Neu im Programm ist für Anna nun auch Kunst, ein Fach neu im Angebot der DF, und sie will mit Annemarie nun auch anfangen, „Klavier“ zu lernen. Dazu haben wir extra ein Kinderkeyboard mitgenommen, denn Annemarie ist begabte Pianistin. Wir sind gespannt. Vielleicht können wir euch ja in ein paar Monaten mal eine kleine Hörprobe auf dem Blog präsentieren?

Mittlerweile sind wir gut angekommen und fühlen uns, abgesehen von der Kälte (es ist Winter mit bis zu nur +8 Grad nachts), wieder wohl hier. Auch die Mäuse lassen und nun wieder in Ruhe.

Vielen Dank für alle eure Gebete, die uns auf der Reise und beim Wiedereinleben begleitet haben,

mit lieben Grüßen,

Daniel.

Mittwoch, 11. August 2010

Gut angekommen!

Hallo Leute!

Jetzt geht es wieder weiter mit dem Blogeinträgen in regelmäßigen Abständen. Wir sind wieder hier in CHISOMO. Wir hatten am Freitag/Samstag dann einen guten Flug, nachdem die Kinder fast durchdrehten, weil die Maschine in Frankfurt wegen einem technischen Problem eine satte Stunde Verspätung hatte. Alle (Kinder) schliefen dann die meiste Zeit bis nach Johannesburg. Und um kurz nach 12 Uhr mittags kamen wir dann wohlbehalten mit allem Gepäck in Blantyre an. Halleluja!


Voraussichtlich war das unsere vorerst letzte Reise nach Malawi, und nun freuen wir uns sehr auf unser letztes Jahr in CHISOMO und Malawi. Noch ist es ruhig hier. Die Mitarbeiter sind gerade im Urlaub, und die neuen Studenten werden erst Anfang September kommen, in vier Wochen. Bleibt also genug Zeit für Aaron, sich hier einzugewöhnen.

(das sind übrigens zwei Aarons: einer ist der Sohn unseres Schreinerlehrers)

Leider haben wir in unserem Haus eine riesige Mäuse- und Rattenplage gehabt während unserer Zeit in D. Unsere Kollegen haben viel gearbeitet, damit wir keinen Schock bekamen, als wir ins Haus kamen. Insgesamt 15 Viecher haben sie wohl erlegt! Vielen Dank. Willkommen zurück in Afrika!

Liebe Grüße an euch alle, und wie gesagt: nach der "Babypause" geht es nun wieder weiter im Blog.

Daniel

Donnerstag, 24. Juni 2010

Aaron ist da!

Und dieses Mal ist es ein Menschenkind, und zwar unseres!
Rita hat ihn am Mittwoch, den 23. Juni 2010 um 12:23 Uhr geboren. Wir sind sehr dankbar, glücklich und stolz, vor allem die Mädchen:


Die Geburt ging zwar verhältnismäßig lang, aber trotzdem ging dann alles gut, und so geht es der Mutter und dem kleinen Sohn ganz gut.
Seine Zahlen im Überblick:

23.06.2010, 12:23 Uhr
G: 4060 g
L: 55 cm, KU: 35 cm

Ganz liebe Grüße, froh, glücklich, stolz:

Daniel.

Dienstag, 8. Juni 2010

Auf, nach Hause!

Jetzt geht es bald los – am kommenden Samstag ist unser Flug. Anna chillt schon kräftig, da ihr geliebter Lehrer Sebastian schon vor einer Woche bereits abgeflogen ist. Sie liest, begleitet mich in meinen Unterricht mit den CHISOMO-Studenten, und nachmittags spielt sie mit ihrer neuen Freundin Alefa. Wären Kathi und Lara noch hier, wäre diese neue Freundschaft bestimmt nicht so zustande gekommen.


Ich werde Donnerstag und Freitag (10. + 11.) noch zwei Prüfungen schreiben lassen, alles auswerten und dann den gesamten CHISOMO-Betrieb für die letzen drei Wochen bis zur Absolvierungsfeier meinen Kollegen Margit Schwemmle und Joe + Miri Berger überlassen. Bestimmt freuen sie sich über eure begleitenden Gebete!
In Deutschland höre ich von Rita ist soweit alles in Ordnung. Nur Ritas Bauch ist wohl dem Platzen nahe. Nun ja, jetzt kann das Baby dann ja auch bald kommen, ab Montag von mir aus!

Liebe Grüße aus (zum letzten Mal für eine ganze Weile) CHISOMO,
Daniel & Anna.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Lothar ist da!

Endlich ist er da! Wir haben so lange auf ihn gewartet, doch das Warten hat sich gelohnt. Mit knapp 2500 Gramm sieht er ganz gut aus:

Lothar

Sohn von Ludwig und Lore.



Liebe Grüße aus CHISOMO,
Daniel & Anna

Donnerstag, 20. Mai 2010

Sebastians Ende ist nahe!

Letzte Woche sagte Sebastian, unser FSJler und Annas Fernschullehrer: „ich habe halt „manja“ gemacht, als er mich gefragt hatte.“ Das Wort manja, kombiniert mit Achselzucken, bedeutet hier: „ich will nicht!“ Aber eigentlich wollte Sebastian doch, denn er hatte durchaus was zu sagen. Es ging nämlich um eine Anfrage zum Predigen. Und als ich ihm gegenüber erwähnte, dass wir am Sonntag auch in diese Gemeinde gehen wollten, war natürlich die Möglichkeit gegeben, dass er entsprechend ausreichend übersetzt werden könnte. So machten wir es fest, denn der Gemeindeleiter rief auch noch mal extra bei ihm an am Samstag, ob er nun nicht doch predigen wollte. Er bereitete sich vor – und dann standen wir zu zweit vorne: einer redete Deutsch, der andere Chichewa.


Die Kirche war wie immer fast voll, denn sie ist wirklich sehr klein, wie man auf den Bildern sieht (mir hängen sogar in der Mitte immer wieder Grashalme ins Haar ).
Und Sebastian predigte, hielt sozusagen seine Abschiedsrede an die Gemeinde, die er die letzten acht Monate regelmäßig besuchte. Warum er und warum wir alle mit und für Gott leben sollen. Mit Worten aus 1. Petrus 4. Es war ein eindrückliches Zeugnis, das die Leute verstanden haben.


Echt schön, wie Sebastian seine Gaben hier während seinem Einsatz eingebracht hat und zum Segen für viele Menschen werden hat lassen. Nicht nur für uns als Familie. Er hat einige gute Freunde gefunden, sich auf verschiedenen Ebenen investiert.
Deshalb werden nicht nur wir ihn vermissen, wenn er in zwei Wochen schon wieder Zuhause sein wird. Für Anna wird es wieder einmal ein nicht ganz leichter Abschied. Nur tröstlich, dass wir dann auch bald nach Deutschland fliegen dürfen!


Liebe Grüße,
Daniel.

Freitag, 14. Mai 2010

CHISOMO komplett!

Nach fast jahrelanger „Entstehungszeit“ wurde heute nun endlich das CHISOMO-Hinweis-Schild an der Straße zu unserer Einfahrt hin fertig. Was ich anfangs noch mit Bleistift vorgezeichnet hatte und mit blauer und roter Farbe mühsam aufmalen wollte, konnte ich nun dank einer mittlerweile in Blantyre ansässigen Werbefirma als Aufklebebuchstaben anbringen: das Logo der Liebenzeller Mission.


Schön sieht es aus – hoffentlich hält es auch lange. Ich habe festgestellt, dass irgendwelche böse Buben wohl sich schon an dem Schild zu schaffen gemacht hatten. Eine Befestigung war abgerissen und im Blech ist ein Einschlagsloch, als wenn jemand mit etwas Festem stark dagegen geschlagen hätte. Vorsorglich hatten wir ja gleich viele Löcher in das Blech gebohrt, damit nicht jemand in Versuchung gerät, es heimlich abzuschrauben und sein Dach Zuhause auszubessern.


Nun ist die Liebenzeller Mission auch mit ihrem Logo tief im Malawischen Dorf-Busch präsent. Aber viel wichtiger ist ja, dass JESUS, eingraviert in unseren Herzen und sichtbar in unserem Handeln, hier unter den Menschen Malawis präsent ist (2. Korintherbrief, Kap. 3,3). Dafür sind wir hier!

Liebe Grüße,
Daniel.