Mittwoch, 26. Mai 2010

Lothar ist da!

Endlich ist er da! Wir haben so lange auf ihn gewartet, doch das Warten hat sich gelohnt. Mit knapp 2500 Gramm sieht er ganz gut aus:

Lothar

Sohn von Ludwig und Lore.



Liebe Grüße aus CHISOMO,
Daniel & Anna

Donnerstag, 20. Mai 2010

Sebastians Ende ist nahe!

Letzte Woche sagte Sebastian, unser FSJler und Annas Fernschullehrer: „ich habe halt „manja“ gemacht, als er mich gefragt hatte.“ Das Wort manja, kombiniert mit Achselzucken, bedeutet hier: „ich will nicht!“ Aber eigentlich wollte Sebastian doch, denn er hatte durchaus was zu sagen. Es ging nämlich um eine Anfrage zum Predigen. Und als ich ihm gegenüber erwähnte, dass wir am Sonntag auch in diese Gemeinde gehen wollten, war natürlich die Möglichkeit gegeben, dass er entsprechend ausreichend übersetzt werden könnte. So machten wir es fest, denn der Gemeindeleiter rief auch noch mal extra bei ihm an am Samstag, ob er nun nicht doch predigen wollte. Er bereitete sich vor – und dann standen wir zu zweit vorne: einer redete Deutsch, der andere Chichewa.


Die Kirche war wie immer fast voll, denn sie ist wirklich sehr klein, wie man auf den Bildern sieht (mir hängen sogar in der Mitte immer wieder Grashalme ins Haar ).
Und Sebastian predigte, hielt sozusagen seine Abschiedsrede an die Gemeinde, die er die letzten acht Monate regelmäßig besuchte. Warum er und warum wir alle mit und für Gott leben sollen. Mit Worten aus 1. Petrus 4. Es war ein eindrückliches Zeugnis, das die Leute verstanden haben.


Echt schön, wie Sebastian seine Gaben hier während seinem Einsatz eingebracht hat und zum Segen für viele Menschen werden hat lassen. Nicht nur für uns als Familie. Er hat einige gute Freunde gefunden, sich auf verschiedenen Ebenen investiert.
Deshalb werden nicht nur wir ihn vermissen, wenn er in zwei Wochen schon wieder Zuhause sein wird. Für Anna wird es wieder einmal ein nicht ganz leichter Abschied. Nur tröstlich, dass wir dann auch bald nach Deutschland fliegen dürfen!


Liebe Grüße,
Daniel.

Freitag, 14. Mai 2010

CHISOMO komplett!

Nach fast jahrelanger „Entstehungszeit“ wurde heute nun endlich das CHISOMO-Hinweis-Schild an der Straße zu unserer Einfahrt hin fertig. Was ich anfangs noch mit Bleistift vorgezeichnet hatte und mit blauer und roter Farbe mühsam aufmalen wollte, konnte ich nun dank einer mittlerweile in Blantyre ansässigen Werbefirma als Aufklebebuchstaben anbringen: das Logo der Liebenzeller Mission.


Schön sieht es aus – hoffentlich hält es auch lange. Ich habe festgestellt, dass irgendwelche böse Buben wohl sich schon an dem Schild zu schaffen gemacht hatten. Eine Befestigung war abgerissen und im Blech ist ein Einschlagsloch, als wenn jemand mit etwas Festem stark dagegen geschlagen hätte. Vorsorglich hatten wir ja gleich viele Löcher in das Blech gebohrt, damit nicht jemand in Versuchung gerät, es heimlich abzuschrauben und sein Dach Zuhause auszubessern.


Nun ist die Liebenzeller Mission auch mit ihrem Logo tief im Malawischen Dorf-Busch präsent. Aber viel wichtiger ist ja, dass JESUS, eingraviert in unseren Herzen und sichtbar in unserem Handeln, hier unter den Menschen Malawis präsent ist (2. Korintherbrief, Kap. 3,3). Dafür sind wir hier!

Liebe Grüße,
Daniel.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Dort wo der Pfeffer wächst, …

… da wohnen wir, aber zurzeit ja nur noch Anna und ich. Nun sind unsere Lieben schon über eine Woche weg – in Deutschland. Und wir schlagen uns alleine durch, aber das ganz gut. Wir kochen und backen, spülen das Geschirr und machen zusammen die Wäsche, und abends lesen wir oder schauen uns einen Film an. Vorzüglich „Unsere kleine Farm“. Vormittags sind wir ja mit unseren Schulen beschäftigt.
Hier seht ihr Anna beim Zitronen Auspressen, denn nun hat die Zitrusfrüchte-Zeit begonnen.

Als Entwurf speichern

Mandarinenduft erfüllt unser Esszimmer und verbreitet weihnachtliche Stimmung – aber zum Glück nur vom Duft her, es ist ja auch bei uns erst Mai!

Zurück zum Pfeffer. Wie gesagt, der wächst bei uns. Besser gesagt: Chili. Aber jede Menge, direkt unter dem Küchenfenster.


Letzten Samstag habe ich hunderte reife Chilischoten ernten können. Dumm ist nur, dass für unsere Kinder eine einzige Schote für einen Topf voll Hühnchen schon zu scharf ist! Aber sie sehen halt so schön aus!


Das Leben ist hier einfach schön, bunt und vielfältig – wie die Vegetation auch. Papaya-Zeit ist übrigens auch wieder, heute habe ich die dritte Frucht geerntet. Als Antwort an alle, die denken: Wie kann man nur freiwillig in Afrika leben wollen? Sehr begeistert! Trotz Trennung mitten durch die Familie!

Unser HERR ist gut – absolut!

Liebe Grüße, Daniel.