Mittwoch, 27. Oktober 2010

Bauarbeitsvorbereitungen

Seit einigen Tagen haben die neuesten Bauarbeiten auf CHISOMO begonnen. Nachdem nun unserer liebe Kollegin Margit Schwemmle unsere Station in Richtung Deutschland verlassen hat, kann ihr Haus umgebaut werden, damit es für seine neuen, zukünftigen Bewohner besser zugeschnitten ist, da diese zu zweit sein werden. Dazu brauchen wir Beton-Bausteine für die neuen Mauern, die vor Ort selbst hergestellt werden. D.h. nicht von uns selbst, aber von zwei Arbeitern, die wir für diesen Zweck angeworben haben. Ein paar Bilder sollen euch heute einen kleinen Einblick in diese Bauvorbereitungen geben.

Das „Baulager“, im Hintergrund das Haus, das renoviert werden soll:



Die Steine werden aus einem Sand-Zement-Gemisch gepresst:



Nun braucht es viel Kraft zum Pressen:



Der fertig gepresste Stein wird „automatisch“ ausgeworfen:



Und hier wird er zum Trocknen abgelegt, abgedeckt und immer wieder mit Wasser übergossen für ca. 1 Woche, damit er langsam durchtrocknet und nicht bricht:



Es ist äußerst interessant, was man alles selbst herstellen kann, wenn man weiß wie! Wir werden euch immer wieder über den weiteren Verlauf der Bauarbeiten informieren.

Daniel.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Im Eimer!

Der Aaron ist im Eimer – ganz nach Malawischer Art. Denn wenn man in Malawi im Dorf ein Bad nehmen will, dann bekommt man einen Eimer und wenn’s gut geht noch einen Becher dazu. Das ist dann eine afrikanische Dusche, wenn man sich damit in das „bafa“, bestehend aus einem rechteckigen Zaun aus Gras, verzieht.

Hier bei uns auf CHISOMO, besonders in unseren Missionarshäusern, haben wir aber schon „normale“ Duschen, abgesehen vom Wasserdruck.

Unser Aaron aber mag die Dusche noch nicht. Neulich hatten wir das probiert, zusammen mit Papa. Bisher hatte ihn Rita immer im Waschbecken gebadet, oder auch mal in einem größeren Zuber. Aber alle diese Badearten bekamen ihm irgendwie nicht. Das Ergebnis war nur Quengeln und Heulen. Bis er gestern im Eimer war:



Das hat ihm gefallen! Er wollte gar nicht mehr raus. Es gibt ja Hebammen und Säuglingspflege-Beraterinnen, die auf diese Art von Baden für Kleinkinder schwören. Sie haben offensichtlich recht.

Erstaunlich, wie wohl sich so ein Kind im Eimer fühlt, zusammengedrückt wie im Mutterleib. Das ist wohl das Geheimnis!


Denn ganz klein ist der Kleine ja auch nicht mehr, ist ja immerhin schon fast vier Monate alt. In voller Größe gesehen glaubt man kaum, dass er tatsächlich in dem kleinen Eimer Platz hatte.


Viel Spaß beim Nachmachen, vielleicht in einer Regentonne!


Liebe Grüße,

Daniel.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Neue Maschine für CHISOMO

Endlich ist sie da: unsere neue Hobelmaschine für die Schreinerwerkstatt. Die zwei alten Maschinen haben nach 17, bzw. 10 Jahren Dienst und vielen Riemenwechsel usw. nun wirklich ausgedient. Die jüngere wird nun nur noch als Ersatz- und Ausweichmaschine, sozusagen als backup da bleiben, die erste als Ersatzteillager für jene. Da die alten „nur“ Heimwerker-Maschinen waren, haben wir nun eine etwas größere, also eine kleine Werkstattmaschine beantragt. Und „Liebenzell“ hat sie genehmigt, dank vielen treuen Spendern, die den Kauf in D. möglich gemacht haben. Und der Einkauf-Olli hat sie auch gleich für uns besorgt. (Vielen Dank Olli!!) Über die Sommermonate war die Maschine dann unterwegs über Durban, Südafrika nach Blantyre in Malawi. Dort hat Margit sie auf ihrer letzten Stadtfahrt abgeholt, und so kam die Maschine fast pünktlich zum neuen Schuljahr hier an.



Das Ausladen war eine etwas schwierigere Aufgabe, denn eingeladen wurde die Maschine bei der Spedition mit dem Gabelstapler. Da wir so etwas auf CHISOMO aber noch nicht besitzen, musste Manneskraft ausreichen. Nun, 280 kg in gebückter Haltung im Stehen aus dem Auto zu hieven, ist nicht so ganz leicht. Aber es hat geklappt!



Nun ist sie an ihrem Platz aufgestellt und kann genutzt werden. Sie ist natürlich viel stärker als die alten, wesentlich kleineren Tischmaschinen. Mann kann sehen, dass das Arbeiten unseren Schreinern nun noch mehr Freude bereitet.



Vielen Dank euch allen, die ihr an die Liebenzeller Mission spendet! Das Geld kommt an – nicht nur bei uns! Gott segne euch reichlich für euer Interesse und euer Anteilnehmen an unserer Arbeit!


Liebe Grüße,

Daniel.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Team-Wochenende

Letzten Freitag bis Sonntag waren wir mit unserem gesamten Missionarsteam am See in zwei Gästehäusern, um uns von unserer langjährigen Kollegin Margit zu verabschieden. Diese Idee hatte ein anderer Missionar, und so verbrachten wir einige schöne Stunden zusammen bei gutem Essen, Baden, Gemeinschaft und guten Bibelarbeiten eines äußerst fähigen malawischen Pastors. Er heißt Francis Mkandawire und ist der „General Secretary“ der Malawischen Evangelischen Allianz – also der malawische Hartmut Steeb, wem das was sagt.
Francis hat uns auf geniale Art und Weise, auf malawische eben, Jesu Größe, Herrlichkeit und Einzigartigkeit vor Augen gemalt und uns ganz neu für unsere verschiedenen Aufgaben motiviert, in denen wir den Malawischen Christen und Nichtchristen dienen. Genial, solch eine Begeisterung für Jesus und Hingabe an ihn zu erleben!


Hier seht ihr unser Team plus ein zusätzliches Ehepaar, das zu Besuch war (hinter Rita, links)

Liebe Grüße
Daniel.