Donnerstag, 20. Mai 2010

Sebastians Ende ist nahe!

Letzte Woche sagte Sebastian, unser FSJler und Annas Fernschullehrer: „ich habe halt „manja“ gemacht, als er mich gefragt hatte.“ Das Wort manja, kombiniert mit Achselzucken, bedeutet hier: „ich will nicht!“ Aber eigentlich wollte Sebastian doch, denn er hatte durchaus was zu sagen. Es ging nämlich um eine Anfrage zum Predigen. Und als ich ihm gegenüber erwähnte, dass wir am Sonntag auch in diese Gemeinde gehen wollten, war natürlich die Möglichkeit gegeben, dass er entsprechend ausreichend übersetzt werden könnte. So machten wir es fest, denn der Gemeindeleiter rief auch noch mal extra bei ihm an am Samstag, ob er nun nicht doch predigen wollte. Er bereitete sich vor – und dann standen wir zu zweit vorne: einer redete Deutsch, der andere Chichewa.


Die Kirche war wie immer fast voll, denn sie ist wirklich sehr klein, wie man auf den Bildern sieht (mir hängen sogar in der Mitte immer wieder Grashalme ins Haar ).
Und Sebastian predigte, hielt sozusagen seine Abschiedsrede an die Gemeinde, die er die letzten acht Monate regelmäßig besuchte. Warum er und warum wir alle mit und für Gott leben sollen. Mit Worten aus 1. Petrus 4. Es war ein eindrückliches Zeugnis, das die Leute verstanden haben.


Echt schön, wie Sebastian seine Gaben hier während seinem Einsatz eingebracht hat und zum Segen für viele Menschen werden hat lassen. Nicht nur für uns als Familie. Er hat einige gute Freunde gefunden, sich auf verschiedenen Ebenen investiert.
Deshalb werden nicht nur wir ihn vermissen, wenn er in zwei Wochen schon wieder Zuhause sein wird. Für Anna wird es wieder einmal ein nicht ganz leichter Abschied. Nur tröstlich, dass wir dann auch bald nach Deutschland fliegen dürfen!


Liebe Grüße,
Daniel.

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