Krass! Am vergangenen Samstagnachmittag, so gegen halb fünf, kommt Yahaya, unser Gärtner daher: „Eine Schlange hat mich gebissen!“ Er ist recht gefasst, doch seine Beschreibung der Schlange und der große Bissabdruck lassen nichts Gutes ahnen. Sofort nehme ich das Auto und fahre mit ihm zum nächsten Krankenhaus. Dort hilft man uns in aller Gemütlichkeit, er bekommt eine Spritze gegen Schwellungen und Schmerztabletten. Wieder daheim in CHISOMO angekommen, macht er Feierabend und geht mit einem Gebet nach Hause und mit Ritas Anweisungen, seinen Fuß hochzulegen und sich zu schonen. Immer wieder beten wir und bangen um ihn. Als er am Sonntagmorgen zum Gebetsfrühstück bei Sebastian selbst herläuft und sein Knöchel ganz und gar nicht geschwollen ist, sind wir mehr als erleichtert und von Herzen dankbar. Mit großer Freude im Gesicht sagt er nur: „Danke für eure Gebete!“ Montag, 10:30 Uhr – Margit ruft beim Rüber gehen zu ihrem Haus: „Daniel, hol einen Stock, hier ist eine Schlange!“ Mit viel Adrenalin finde ich das erstbeste Holzstück auf der Veranda und verpasse der Schlange einen ersten Hieb. Der Stock bricht, die Schlange haut ab. Aber zum Glück nur unter den nächsten Zitronengrasstrauch. Als noch ein paar mehr Leute da sind mit nun auch besseren „Waffen“, erlegen wir das Untier, das wieder versucht zu fliehen. Den letzten, tödlichen Schlag verpasse ich ihr mit unserem Buschmesser. Beim Vergleich mit unserem „Schlangenposter“ stellen wir fest, dass sie nur leicht giftig ist und nicht wirklich gefährlich. Auch erkennt Yahaya, dass es genau diese Schlange ist, die ihn am Samstag erwischt hatte. Große Erleichterung, noch größere Dankbarkeit. Der HERR ist gut!
„Da sprach Gott der HERR zur Schlange: … der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (1. Mose 3:14+15) Zum Glück ist das „Kopf zertreten“ fataler – auch im geistlichen Sinn!
Daniel.