So hieß es letzte Woche, von Donnerstag bis Samstag! Wir hatten in den vergangenen Wochen schon gemerkt, dass der Wasserdruck in unseren Häusern immer schwächer wurde, aber als dann das Wasser ganz weg blieb und nur noch sporadisch kam, musste etwas unternommen werden.

Da es aber für CHISOMO keine Pläne gibt, aus denen entnommen werden kann, wo die Wasserleitungen verlaufen, blieb uns nur, den Leitungen entlang zu graben und so lange weiterzumachen, bis das Problem gefunden ist. Aus meiner Erfahrung der letzten Jahre vermutete ich, dass sich wieder irgendwo Wurzeln in ein brüchiges Rohr eingewachsen haben und so das Rohr verstopfen.
Nach drei Tagen meterlangem Graben, ein paar anderen Problemen und neuen Rohrverbindungen, die Joe extra am Freitag in Blantyre besorgt hatte und viel vergossenem Schweiß war dann endlich der Grund für den Wasserstopp gefunden: Das Rohr verlief genau unter einem Baum durch, dessen Wurzeln das Rohr eingeklemmt hatten. Also musste der Baum weg. Mit Axt, Hacken und unserem starken Landcruiser schafften wir es schließlich kurz vor Einbruch der Dunkelheit am Samstagabend.


Im Schein von zwei Taschenlampen montierten wir ein neues Stück Rohr ein und freuten uns sehr, dass die Stelle gleich dicht wurde. Das ist nicht immer so einfach und selbstverständlich. Die Rohre, die auf CHISOMO verlegt sind, gibt es mittlerweile gar nicht mehr, und so ist es immer ein Basteln und Pfriemeln und Improvisieren, wenn einmal was kaputt ist und erneuert werden muss.
Nun ist der Wasserdruck im Haus wieder normal und wir brauchen die Klospülkästen nicht mehr mit Eimern auffüllen. Wie schön ist doch der Komfort von fließendem Wasser!
Unsere Kollegin Marion fragte Rita am Samstagabend wohl, was man als Missionar in CHISOMO denn machen würde, wenn man handwerklich nicht begabt wäre? Das weiß ich auch nicht! Zwei rechte Hände sind halt schon ein großer Segen hier!










