Mittwoch, 28. April 2010

Abschied!

Jetzt ist es soweit: wir mussten uns wieder einmal trennen. Gestern Nachmittag ging’s zum Flughafen in Blantyre, wo Rita mit den Kindern ins Flugzeug stieg. Was aber dieses mal besonders ist, und vor allem toll für den Papa, der wie fast immer zurück bleiben musste: Er bleibt nicht allein zurück, denn ANNA ist bei ihm! Auch sie muss nämlich ihr Schuljahr zu Ende bringen, es kam ja immerhin extra ein „Lehrer“ von Deutschland! So sind wir nun für sechseinhalb Wochen getrennt als Familie, und die Trennung sieht dieses Mal so aus:

Dieser Teil ist jetzt in Deutschland, erreichbar unter: make-anna@gmx.net

Diese beiden mussten leider noch in Malawi bleiben, werden aber am 12. Juni nachkommen:



Vielen Dank für alle eueren begleitenden Gebete, vor allem für Rita mit ihrem wachsenden Bauch. Denn – so sagt man auch hier in Malawi: „Mulungu akalola!“ – wenn Gott will, dann werden wir uns bald wieder sehen, und vor allem werden wir ab Mitte Juni zu sechst sein!

Liebe Grüße,
Daniel.

Dienstag, 20. April 2010

Kirchenbesuch


„Herr Pastor, kommen Sie bald wieder einmal, dann gehen wir in die Gemeinde im Nachbarort, die wir auch vor kurzem gegründet haben!“ So begrüßte mich der Gemeindeleiter in Nancholi letzten Sonntag bei unserer Ausfahrt in die Heimatgemeinde eines unserer Studenten. Es war ein beeindruckender Besuch: eine kleine Gemeinde mit einer schönen, gut gebauten Grasdach-Kirche. Der Pastor, einer unserer einheimischen LM-Yao-Missionare, betreut mit seiner Frau zusammen die wenigen Familien mit viel Liebe und Einsatz. Zwei Männer wurden liebevoll als Gäste begrüßt, weil sie zum ersten Mal kamen. Als wir mit unserem Landcruiser mit 12 Erwachsenen und 8 Kindern dort ankamen, war die Kirche doppelt so voll wie ohne uns. Es war ein fröhlicher Gottesdienst, in dem ich über Römer 12 predigte, als ECler einer meiner Lieblingstexte. Und wir erlebten einen stolzen Studenten, der sich in seiner Heimatgemeinde präsentierte mit seinen Freunden, mit einigem an Gelerntem und mit gewonnenem Selbstvertrauen im „Vornestehen“ – denn Miliyas Yassin hatte vor dem Anfang seines Studiums bei uns noch nie gepredigt, noch keine Andacht gehalten, kein Lied angestimmt und hatte noch selten überhaupt vor mehreren Menschen gesprochen oder einen Gottesdienst geleitet.
Es ist eine schöne Aufgabe, in Menschen zu investieren und sie „zum Dienst zuzubereiten“, wie Paulus und Martin Luther es ausgedrückt hätten.


Dies ist Pastor Mtholowa mit seiner Familie:


Liebe Grüße,
Daniel.

Mittwoch, 7. April 2010

Ersatz-Oma

Im Ausland in der Missionsarbeit tätig zu sein, bedeutet mitunter auch, dass die Kinder (fast) ohne Omas und Opas aufwachsen. In unserem Fall ist es nicht ganz so hart, denn erstens sind wir in unseren nunmehr fast acht Jahren von Deutschland weg schon mehrfach Zuhause gewesen. Zu den Geburten von Kathi und Lara, zum Heimataufenthalt für ein Jahr und einmal auch wegen Krankheit. So haben die Kinder trotzdem eine recht gute Vorstellung, was und wer die Großeltern sind.
Aber zweitens, und um das soll es heute vor allem gehen, haben wir hier eine super Ersatz-Oma in CHISOMO, die den Kindern sehr viel gibt und bedeutet. Bekam ich früher bei meiner Oma zum Fernsehen Salamibrot, so ist es hier für meine Kids bei „Mayi Yerube“ gebratener Mais, frische gekochte Erdnüsse oder Süßkartoffel. Und sogar in den Schlaf wiegen kann sie super – ist ja auch als echte Oma auch vielfach geübt und erprobt!


Ganz liebe Grüße,

Daniel.