
Alle hier sind wahnsinnig glücklich darüber, dass die drei Schwestern nun endlich ihren lang ersehnten (von wem denn??) Bruder bekommen haben. Mädchen einer Familie in Malawi sind tatsächlich in mancher Hinsicht aufgeschmissen in ihrem Erwachsenenleben, wenn sie keinen Bruder haben. Denn der wird nämlich später für die Kinder seiner Schwestern wichtiger sein als deren eigener Vater. Schulbildung, Berufswahl, Heiratspläne, und alles andere wichtige wird mit dem Onkel besprochen und von diesem gefördert, bzw. bewilligt. Deshalb freuen sich unsere malawischen Freude, Kollegen und Nachbarn wirklich noch mehr als wir über unseren Stammhalter. Komisch, aber wahr.
Übrigens wurde das neue „Ersatz-Enkelkind“ auch schon (fast täglich) zum Pastor ernannt (weil sein Vater einer ist), und sogar zum „Ehren-Bürgermeister für Deutschland“ wurde er von unserem Oberbürgermeister (Group Village Headman) ernannt. Was da wohl noch so alles kommt?! Wahnsinn – wenn man in Afrika einen Sohn bekommmt!
Liebe Grüße (aus Lilongwe, beim Abholen von Familie Volz aus dem Kurz-Heimataufenthalt)
Daniel.
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