Nun ist es wieder soweit: Ritas Dorf-Wundpflegeprogramm ist auf dem üblichen Jahreshochstand angekommen. Wie jedes Jahr nehmen eitrige Wunden und Augen-Bindehaut-Entzündungen momentan enorm zu. Das liegt an der fortgeschrittenen Regenzeit, die die allgemeine Luftfeuchtigkeit ansteigen lässt und an den vielen Fliegen, die während der Mango-Saison sich an den unzähligen herumliegenden angebissenen Mangos explosiv vermehren. Diese Kombination lässt manch kleinen Kratzer böse entzünden, und vor allem kleine Kinder, die z.B. während der Feldarbeit oder auf dem Weg zur Maismühle auf den Rücken der Mutter gebunden sind, können sich die Fliegen nicht aus dem Gesicht und den Augen vertreiben.

Gut, dass Annemarie (unsere Lernhelferin) gerne bei diesem „Praktikum“ mitmacht. Sie ist eine große Hilfe, und sie will ja im kommenden Herbst die Ausbildung zur Krankenschwester beginnen.
Was Rita allerdings schon seit Jahren bemerkt ist, dass richtig große Eiterwunden weniger geworden sind. Dies ist auf die geduldige Versorgung von kleinen Wunden und auf das unermüdliche Ermahnen der „Patienten“ zum regelmäßigen „Arztbesuch“ zurück zu führen. Vielen Dank auch an manche von euch, die uns in Päckchen mit gutem Pflaster aus Deutschland versorgt haben! Gerade als vorige Woche die letzen Pflaster zur Neige gingen, kam ein neues Päckchen aus Sielmingen an. Danke Andrea!
Liebe Grüße,
Daniel.