Dienstag, 2. März 2010

Hühnerdieb gefasst!

Immer wieder kommt es vor, dass plötzlich eins der Hühner fehlt, vor allem von den kleineren oder den Küken. Manchmal ist es irgendwo wieder zu finden – tot! Oder auch nur ein paar Reste der Federn. Dann ist allerdings klar, dass der Dieb kein hungriger Jugendlicher war, sondern eher ein Vierbeiner, eine Schlange oder ein Raubvogel.

Solch ein Hühnerdieb wurde vor ein paar Tagen in unserem Dorf gefasst, sogar mehr noch. Man muss schon sagen: brutal zu Tode geschlagen. Ein paar halbstarke Jungs aus der Nachbarschaft kamen mit der Beute „an der Leine“ vorbei – schaut es euch selbst an.





Solch ein Geschöpf nennt man hier „Ngazi“, zu deutsch (Nil-)Waran oder Riesenechse. Für uns Menschen sind sie nicht gefährlich, obwohl sie auf den ersten Blick so aussehen. Um so mehr aber für die lieben Haustierchen. Sogar Eier klauen sie gerne. Ganz stolz zogen diese Jungs nun ihre Beute hinter sich her durchs ganze Dorf und kamen auch zu uns nach CHISOMO. Wäre das Tier noch lebendig, würden sie aber bestimmt ein paar Meter Sicherheitsabstand halten. Denn erlegt hat es auf jeden Fall ein Erwachsener. Nun aber, wo der Räuber tot ist, spielen die Jungs gerne die Helden. Ob sie den Waren auch mal anfassen würden? Nie im Leben! Nur fürs Foto trauten sie sich so nahe ran.





Schon interessant, was man hier in Malawi so alles zu sehen bekommt. Solch ein großes, ausgewachsenes Prachtexemplar sieht man allerdings nicht alle Tage – aber wenn man es sieht, ist es besser, man hat einen guten Stock zur Hand.


Für alle die, in denen bei solchen Geschichten und Bildern der Tierschützer erwacht: zumindest diesen hier haben nicht wir vernichtet. Und: es gibt noch (zu) viele seiner Art. Also besteht kein Grund zur Sorge!


Liebe Grüße,


Daniel.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen