Dienstag, 16. März 2010

Hoher Besuch in CHISOMO

Immer mal wieder kommt „hoher Besuch“ nach CHISOMO, allerdings in ganz spezieller Form. So durften wir während des letzten Schuljahres z.B. öfters den amerikanischen Präsidenten in unserem Schulgottesdienst begrüßen – als Begleiter der Ehefrau eines unserer Studenten:


Weniger erfreut allerdings waren wir über diesen Besucher, den der Sohn eines Mitarbeiters immer wieder zum Gottesdienst mitbrachte:


In diesem weiteren Zusammenhang schockierte uns noch mehr der Wickelrock einer Studentin, auf dem tatsächlich das brennende World Trade Center abgebildet war, nebst dem Portrait des stolzen Verbrechers:

Es ist traurig, wie stark hier politische und religiöse Propaganda gemacht wird, und wie dazu die unwissende, arme Bevölkerung afrikanischer Länder missbraucht wird. Tücher und Stoffe werden zu billigen Preisen auf den Märkten verkauft, und einem durchschnittlichen Bewohner auf dem Land ist mehr als egal, was auf seinen Kleidern abgedruckt wird. Hauptsache bunt!
Lustiger, oder zumindest nicht so schockierend ist dann eher das Endergebnis unserer Altkleidersammlungen in der westlichen Welt. Da ist dann schon mal sowas zu sehen:


Einer unserer Studenten trug dieses T-Shirt sonntags immer als „Unterhemd“:


Unser letzter Fund habe ich vorige Woche dieser Studentin „abgenommen“ – auch wieder ein Sonntags-T-Shirt, weil das einzige weiße!


Auf der Rückseite steht die weibliche Entsprechung geschrieben. Mittlerweile „sammeln“, bzw. tauschen wir solche Unmöglichkeiten ein (gegen ein neutrales, i.d.R. hochwertigeres Kleidungsstück), denn außer bei dem Obama-Rock hatte natürlich keine der Personen gewusst, was sie auf den Kleidern herumtragen. Der Teufel braucht sich ja nicht über Gottes Kinder lustig machen, nur weil sie nicht (in andern Sprachen) lesen können!

Da freuen wir uns viel mehr über das T-Shirt eines unserer Schreinerlehrer!


Da können wir nur sagen: Wir auch!

Liebe Grüße,
Daniel.

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