Montag, 2. Mai 2011

CHISOMO plus 1

„Pastor, komm schnell, eine der Studentenfrauen will gesund werden!“ So ruft mich einer der Nachtwächter vorletzte Nacht um 2.00 Uhr aus dem Schlaf. „Will gesund werden“ sagt man hier in Malawi für „die Geburt geht los!“. Es ist also soweit, und wie fast jedesmal: mitten in der Nacht. So stehe ich auf, ziehe mich an und starte das Auto, um die Frau mit ein paar anderen Studentenfrauen als Begleitung zum 3km entfernten Krankenhaus zu fahren. Den Mann nehme ich auch mit, aber natürlich nur als Fahrtbegleiter, denn er kommt wieder mit mir zurück. Eine Geburt ist nach dorfmalawischem Verständnis Frauensache, da haben Männer nichts dabei verloren.


Heute, etwas mehr als 24 Stunden nach der Geburt, konnten wir die Frau wieder abholen. Dieses Mal waren auch die zwei großen Schwestern des neugeborenen Jungen dabei.






In CHISOMO angekommen werden wir von den Studentenfrauen und Kindern fröhlich empfangen. Alle freuen sich, dass ein gesundes Kind geboren wurde.



Am Haus, in dem die Familie wohnt, angekommen, gibt es erst einmal eine Fotosession. Bisher habe ich den Kleinen auch noch nicht gesehen, er war zu gut eingepackt! Aber fürs Foto wird er entblößt.









Bevor ich mich als Fahrer wieder zurückziehe (außer dem Vater bin ich der einzige Mann bei diesem Empfang und fühle mich irgendwie komisch), bitte ich noch die Studentenfrauenklassensprecherin, ein Gebet zu sprechen. Dank und Freude kommen auch vor Gott zum Ausdruck, und die Bitte um Seinen Segen.




Schön, dass alles gut gegangen ist und wir in CHISOMO nun einen gesunden Bewohner mehr haben.



Ach so, wie er heißt, der Kleine? Das weiß man noch nicht. Das hat noch Zeit. Der Name wird sich in den nächsten Tagen schon noch finden! Wenn sie mich fragen, würde er Chisomo heißen. Das passt doch irgendwie.



Liebe Grüße, Daniel.








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen