… für meine Studenten habe ich heute Morgen gehalten. 7:15 Uhr, wie gewöhnlich.
Was gibt man zum Abschluss seinen „Kindern“ mit auf den Weg, bevor sie das Haus verlassen (so ähnlich wird ein Schulabschluss hier gesehen)?
Ich entschied mich, ein schon eher angefangenes Thema zu vervollständigen: „Das Evangelische Selbstverständnis“ könnte man es auf Deutsch nennen. Es begann im Unterricht mit einem Lebensbild über Martin Luther, bei dem eine Seminaristin aus Bad Liebenzell vor ca. zwei Monaten die evangelische Rechtfertigungslehre (sola gratia, …) herausgearbeitet hatte. Unsere Grundlage. Danach fügte ich dann die Spannung an zwischen „Gerechter und Sünder zugleich“ sein (simul justus et peccator) in einer darauf folgenden Andacht. Unser Alltag. Nun richtete ich den Blick nach vorne: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!“, wie Paulus es im Kolosserbrief formuliert. Unserer Erwartung, unser Ziel. Mit und bei Jesus zu sein für immer, in seiner Herrlichkeit – keinen Hunger mehr, keine Armut, keine Sünde. Was kann es größeres geben?
Dass diese Herrlichkeit des Auferstandenen aber auch schon jetzt in unserem Leben mehr und mehr sichtbar wird, das wünsche ich mir und vor allem auch meinen „Kindern“. Dieses Jahr sind es 14 Männer, von denen 11 ihre Frauen und einen Teil der Kinder dabei haben. Eine ganz ordentliche Familie!
„Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; … und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus!“ (Paulus im Philipperbrief, Kap. 2,12-14)
Liebe Grüße,
Daniel.
PS: Übermorgen wird die Absolvierungsfeier sein. Großes Fest – dann große Stille auf der Station!
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